In guten Händen.

„Durchsetzungsstarke, konfliktfähige und rhetorisch begabte Persönlichkeit“

„Durchsetzungsstarke, konfliktfähige und rhetorisch begabte Persönlichkeit“

- Chefarzt des SCIVIAS St. Valentinus-Krankenhauses in den Ruhestand verabschiedet - Wissenschaftliches Kolloquium zum Abschied von Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Joachim Röschke

Das Foto zeigt von links nach rechts:

Wolfgang Brugger (Kaufmännischer Leiter SCIVIAS Caritas gGmbH, Prof.  Dr. med. Dr. rer. nat. Joachim Röschke,  Peter Römer, Vorsitzender des Aufsichtsrates der SCIVIAS Caritas gGmbH, Pfarrer Robert Nandkisore

 

 

Kiedrich/Bad Soden, den 28. Juni 2019.- „Sie haben sich in all den Jahren als durchsetzungsstarke, konfliktfähige und rhetorisch begabte Persönlichkeit erwiesen“, dankte Peter Römer, Vorsitzender des Aufsichtsrates der SCIVIAS Caritas gGmbH, dem scheidenden Chefarzt des SCIVIAS St. Valentinus-Krankenhauses, Prof.  Dr. med. Dr. rer. nat. Joachim Röschke. Nach 17 Jahren wurde heute (28. Juni) der Leiter der Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an den Standorten Kiedrich und Bad Soden im Rahmen eines Symposiums in den Ruhestand verabschiedet. „Seit 2002 haben Sie die medizinische Leistungsfähigkeit der Psychiatrischen Kliniken systematisch ausgebaut und Ihr Wirken in den Dienst der Ihnen anvertrauten Patienten, in die Aus- und Weiterbildung des ärztlichen Nachwuchses und in die kontinuierliche Weiterentwicklung der Kliniken gestellt.“

2002, als Prof. Joachim Röschke seine Tätigkeit aufnahm, seien turbulente Zeiten gewesen, erinnerte der Aufsichtsratsvorsitzende. „Kurz vor Ihrem Tätigkeitsbeginn gab es Probleme  mit der Krankenhausplanung, weil das Sozialministerium die psychiatrische Versorgung des Main-Taunus-Kreises neu strukturierte. Wir mussten zur Realisierung der gemeindenahen Psychiatrie Betten von unserem Standort Kiedrich in den benachbarten Landkreis verlagern, hatten aber kein Grundstück, kein Geld, kein Gebäude. Bei den langwierigen Verhandlungen waren Sie, Herr Prof. Röschke,  eine große Stütze.“

 

Letztendlich kaufte die damalige Stiftung St. Valentinushaus, die 2005 in der SCIVIAS Caritas gGmbH aufging, eine ehemalige Rehaklink in Bad Soden, baute sie zum Krankenhaus um und erhielt vom Sozialministerium Fördermittel. „Probleme bereitete eine Bürgerinitiative, die eine Psychiatrie in Bad Soden verhindern wollte. “ Prof. Röschke habe bei den Verhandlungen um die Klinikgründung und besonders bei den Gesprächen, Infoveranstaltungen und Bürgerversammlungen maßgeblich dazu beigetragen, dass bereits Anfang November 2002 die Tagesklinik in Bad Soden eröffnet und die Klinik Ende Dezember 2005 nach dem Umbau des Gebäudes an den Start gehen konnte.                             

„Die Klinik Bad Soden ist nun seit 17 Jahren etabliert und arbeitet erfolgreich. Sie ist angesehen bei den einweisenden Ärzten, den Behörden und den Patienten, die großenteils aus dem Frankfurter Umfeld kommen. Das ist das Verdienst von Prof. Röschke“, betonte Peter Römer. Die psychiatrische Institutsambulanz nehme die ambulante Versorgung wahr. Der Standort Kiedrich sei zwischenzeitlich um eine 3. Station erweitert worden, seit 2016 seien die Planbetten am Standort Kiedrich dem Krankenhaus Bad Soden zugeordnet. „Es ist also ein Krankenhaus mit zwei Standorten.“ 

 

Nach erfolgreicher Beendigung der krankenhausplanerischen Diskussionen habe Prof. Röschke die Sacharbeit vorangetrieben. „Ich nenne hier als Beispiele die Vorbereitung des neuen Vergütungssystems PEPP, die Optimierung der Versorgung des Main-Taunus-Kreises oder die Umsetzung der Hessischen Krankenhausgesetzgebung.“  Prof. Röschke habe erfolgreich gewirkt und genieße großes Ansehen im Hause bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, in der Ärzteschaft, der Pflege und Verwaltung und allen Berufsgruppen, aber auch im Umfeld, dem Einzugsgebiet und darüber hinaus.

 

„Herr Prof. Röschke, wir sind Ihnen zu großem Dank verpflichtet  für Ihr großes Engagement im Interesse unserer Patientenschaft, als Führungskraft, als Chefarzt und bei der Fortentwicklung der SCIVIAS Caritas gGmbH. Für die Zukunft, für Ihren Ruhestand wünschen wir Ihnen alles Gute“, schloss der Vorsitzende des Aufsichtsrates der SCIVIAS Caritas gGmbH.

 

Stellvertretend für den verhinderten Geschäftsführer der SCIVIAS Caritas gGmbH, Ullrich Wehe, dankte der Kaufmännische Leiter, Wolfgang Brugger, dem scheidenden Leiter des St. Valentinus-Krankenhauses. „Mit Ihnen, lieber Herr Prof. Röschke, verbindet mich, neben den beruflichen Aufgaben, eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit: Wir beide sind bekennende Fans von Mainz 05. Während der Bundesliga-Saison 2017/2018, als der Klassenerhalt unseres Vereins  erst an den letzten Spieltagen feststand,  testierten Sie den Spielern und dem Trainer Kraft und Durchhaltevermögen für die letzten Spiele. Und sie hatten auch hier Recht!“ Auch sein Abschiedsgeschenk nahm Bezug auf die Fußball-Leidenschaft des Chefarztes. „Wenn ich mir Sie als Freizeitrentner, der nun auch Zeit für den Stadionbesuch haben wird, vorstelle, bleibt mir als Vor- und Fürsorge nur eine Maßnahme: eine Kappe von Mainz 05.“

Im Anschluss an das wissenschaftliche Kolloquium zum Thema „Fortschritte der Psychiatrie: Vorgestern, gestern und heute“ mit verschiedenen Fachvorträgen und einem gemeinsamen Abendessen verabschiedeten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ihrem Chefarzt.

Zurück

Copyright 2019 SCIVIAS Caritas gGmbH, alle Rechte vorbehalten.