In guten Händen.

Die Freude und die Gewissheit, dass es zu schönen Ergebnissen führen wird, prägt die Arbeit im Team

Die Freude und die Gewissheit, dass es zu schönen Ergebnissen führen wird, prägt die Arbeit im Team

- 15 Bewohner lassen in der Kreativ-Werkstatt der internen Tagesstruktur Fantasielandschaften entstehen - Vernissage und Ausstellung im SCIVIAS St. Valentinushaus in Kiedrich

Kiedrich, den 3. Juli 2019.- 15 Bewohnerinnen des SCIVIAS St. Valentinushauses haben in der Kreativ-Werkstatt der internen Tagesstruktur Fantasielandschaften entstehen lassen. Heute (3. Juli) wurden die Bilder mit einer Vernissage der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. „Das Projekt zeigt uns erneut den großen Stellenwert der kunsttherapeutischen Angebote“, freute sich Anett Gräfe, die Leiterin der Eingliederungshilfe der SCIVIAS Caritas gGmbH. „Die Landschaften, die entstanden sind, spiegeln verschiedene Perspektiven wider und sind von einer begeisternden Farbintensität.“

Begleitet werden die Künstler bei ihrer Arbeit von Kunsttherapeutin Beate Studer und der  Ergotherapeutin Tina Fischer, die die „Kreativa“ leiten. „Eine kunsttherapeutische Anleitung bedeutet immer, sich individuell mit den Stärken und Schwächen und der Persönlichkeit des kreativ angeleiteten Menschen auseinander zu setzen und darauf einzugehen“, hob die Einrichtungsleiterin hervor. „Die Ergebnisse daraus spiegeln sich nicht nur in den einzelnen Werken wider, sondern vor allem auch in den Veränderungen bei den Künstlern.“ Viele Faktoren spielten eine Rolle, die sonst im Alltag nicht in diesem Maß bewusst seien. „Die Bewohner identifizieren sich mit dem Kunstwerk, sie entwickeln Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit. Ein ganz wichtiger Punkt ist auch die Wertschätzung für ein Kunstwerk, die sie über diese Ausstellung, die heutige Vernissage und den Verkauf erfahren.“

„Die Idee dieser meist großformatigen Werke entstand aus der Notwendigkeit heraus,  Klienten mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten in ein Projekt einzubinden“, so die  Ergotherapeutin Tina Fischer. Die Anforderungen an die Klienten sollten sehr unterschiedlich in den Schwierigkeitsstufen sein, dennoch individuellen Spielraum zulassen. „Aus diesem Grund entschieden wir uns für das Thema „Landschaften“,  wobei durch Spachteltechnik mit verschiedenen Materialien schon im Vorfeld verschiedene Arbeitsschritte vorausgesetzt werden“, ergänzte Kunsttherapeutin Beate Studer. „Im Anschluss wurde die Gestaltung farblich weiter entwickelt und mit Collageelementen, die auch von schwächeren Klienten hergestellt werden können, ergänzt.“

„Wir entschieden uns für Bilder in warmen oder kalten Farben, um eine gewisse Ruhe in die Gestaltung zu bringen und die Werke nicht allzu „wild“ werden zu  lassen“, so die Vorgabe. „Diese Vorgabe einer begrenzten Farbpalette setzt Grenzen, die manchen Klienten mehr Sicherheit bei der Farbwahl geben. Eine grobe Vorzeichnung mittels Kohle verhindert, dass sich die Menschen, die an dem Projekt teilnehmen, überfordert fühlen, und sich stattdessen sicher innerhalb der Grenzen bewegen können.“ Eine weitere Besonderheit sei, dass durch die vereinfachte Handhabung viele Triptychen entstanden seien.

Da das Projekt durch unterschiedliche Arbeitsanforderungen komplett durchstrukturiert werden musste, seien an jedem Werk mehrere Künstler beteiligt. „Die Arbeit im Team an den Bildern förderte erheblich den Zusammenhalt sowie die Anerkennung des Einzelnen. Die Klienten wurden während zunehmender Dauer des Projekts immer sicherer“ haben Kunsttherapeutin Beate Studer und die Ergotherapeutin Tina Fischer beobachte. „Nach anfänglichen Unsicherheiten und mangelndem Selbstvertrauen wuchsen die Freude und die Gewissheit, dass es zu schönen Ergebnissen führen wird.“

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